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Schöner Rasen ohne Chemie
Ein schöner Rasen ist nach der Ansicht vieler nur mit Einsatz chemischer Dünger und Spritzmittel zu bekommen.
Natürlich unterscheiden sich die Ansichten auch, wie ein schöner Rasen denn überhaupt aussieht.
Dessen ungeachtet sollte man bedenken, dass der Rasen ja von Mensch und Tier benützt wird und man sollte sich ernsthaft die Frage stellen, ob man gerade an diesem Ort Chemie einsetzen möchte.
Eine Behauptung stelle ich hier einmal auf: Es ist möglich, ohne Chemie einen schönen Rasen zu Stande zu bringen, und auch zu erhalten.
Was ist denn oft das Problem im Kampf für einen makellosen Rasen?
Wir sehen, dass im Rasen sehr viel Moos ist. Daher kaufen wir um gutes Geld Moosvernichter, den wir dann auch gleich ausbringen. Und ja, es funktioniert tatsächlich. Das Moos geht ein, und ist für einige Monate nicht zu sehen.
An anderer Stelle ärgert uns der extreme Unkrautwuchs, daher besorgen wir uns Unkrautvernichter. Und ja, das Unkraut stirbt wirklich schon bald ab. Oops, an einer Stelle ist der Rasen verbrannt, da haben wir zu viel erwischt, aber hauptsache, das Unkraut ist schon mal tot.
Eines haben diese Beispiele gemeinsam, wir bekämpfen ein Symptom, anstatt die Ursachen zu beheben. Will man einen schönen Rasen, muß man wissen, was ein Rasen benötigt.
Ohne regelmässige Bewässerung ist es nicht möglich einen schönen Rasen zu haben.
Wieviel und wie oft hängt natürlich von der Witterung und dem Boden ab.
Meist wird zu oft, aber zu wenig tiefgründig bewässert.
Als Faustregel: Wenn es nicht ordentlich regnet, dann ca. alle 3 Tage sehr tiefgründig bewässern.
Vergessen Sie es, selbst mit dem Schlauch den Rasen zu gießen, das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein. Nur mit einem Regner kann das Ziel erreicht werden.
Tipp: Machen Sie nach dem Bewässern eine Probe mit dem Spaten, wie tief und gründlich Wasser ins Erdreich gedrungen ist.
So 7 cm hinab sollte das Wasser auf jeden Fall gedrungen sein.
Vor dem nächsten Wässern sollte der Boden aber die Gelegenheit haben wieder einigermaßen abzutrocknen. Sonst wird das Wurzelwachstum gehemmt und Pilzerkrankungen begünstigt.
Die ideale Schnitthöhe ist 4 cm. Entscheidend ist es aber, den Rasen häufig zu mähen, und sollte er einmal schon ziemlich hoch sein, nicht drastisch zu kürzen, sondern etwas höher einzustellen.
In der Wachstumsphase sollte er schon einmal in der Woche gemäht werden.
Der Vorteil des häufigen Mähens ist mitunter, dass sich Samenunkräuter viel schwerer tun und der Rasen geschont wird, da er beim Mähen immer nur ein wenig an Masse verliert.
Wichtig ist es, die Messer des Mähers regelmaßig zu schärfen, da sonst die Rasenspitzen zerfranst werden.
Tipp: Nutzen sie einen Mulchmäher. Dieser mäht das Schnittgut zerkleinert in den Rasenboden ein. Dadurch wird dem Boden laufend Humus zugeführt und der Rasen vertrocknet nicht so leicht. Abgesehen davon erspart man sich die Entsorgung des Schnittguts.
Ein Guter Boden ist für einen schönen Rasen das Um und Auf.
Das sollte natürlich schon bei der Anlage berücksichtigt werden. Ein ordentliche Schicht mit guter Erde, legt eine gute Grundlage.
Außerdem sollte der Boden schön eben sein, ist er das nicht, kann beim Mähen oftmals nicht so tief eingestellt werden.
Besteht der Rasen aber schon, kann man dennoch Vieles tun um dem Boden Gutes zu tun.
Verwenden Sie nur natürliche Dünger, so wird Humusbildung gefördert und das Bodenleben begünstigt. Der Wasserhaushalt verbessert sich ebenso.
Eine Verbesserung mit Oscorna Bodenaktivator ist eine gute Möglichkeit die Eigenschaften des Bodens zu verbessern.
Wir verlangen dem Rasen so Einiges ab, daher braucht er eine gute Nährstoffversorgung.
Ideal ist es, den Rasen 3 mal im Jahr natürlich zu düngen.
Eine Frühjahrsdüngung (März/April), eine Sommerdüngung (Juli/August) und eine Herbstdüngung (Oktober/November).
Es mag überraschen, dass die Herbstdüngung die wichtigste ist.
Tipp: Nutzen Sie Oscorna Rasaflor Rasendünger. Er ist zu 100% natürlich, daher ist er einerseits unbedenklich für Mensch und Tier, es kann bei richtiger Anwendung nicht zu Verbrennungen im Rasen führen und er stärkt das Bodenleben und verbessert die Eigenschaften des Bodens. Er ist im gut sortierten Fachhandel zu finden.
Warum ist eine gute Nährstoffversorgung so wichtig?
Man sollte bedenken, dass die Rasengräser einen hohen Nährstoffbedarf haben. Sie haben auch Einiges auszuhalten. Ist diese Versorgung mangelhaft, wächst er schon, aber nicht so gut und dicht. Das macht Platz für Unkräuter, die eben nicht so viele Nährstofe benötigen.
Auch das richtige Saatgut ist entscheidend.
Viele billige Rasenmischungen wachsen schnell in die Höhe und vermehren sich kaum in die Breite. Dabei ist aber genau das Gegenteil erwünscht, da ja der Rasen sehr dicht werden soll, um es Unkräutern schwer zu machen.
Dies sollte bei einer Neuanlage unbedingt bedacht werden.
Besteht der Rasen bereits, kann er diesbezüglich sehr wohl noch verbessert werde, indem mit hochwertigen Samen nachgesät wird.
Langfristig gesehen ist es auf jeden Fall einfacher mit natürlichen Mitteln den Rasen zu pflegen, als mit Chemie. Sind noch Fragen offen, können Sie sie mir gerne stellen, per e-Mail oder auch gerne auf Facebook, wo ich mich auch über Feedback oder ein "Gefällt mir" freuen würde.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gutes Gelingen und viel Spaß in Ihrem Garten.
Mit freundlichen Grüßen
Nikolaus Fahrner